Amy sucht immer noch

Beschreibung

Bericht der Pflegestelle vom Nov. 2022:

Amy ist unser liebes Sorgenkind, da sie bereits das zweite Mal zu uns zurückgekommen ist.
Das erste Mal nach zwei Wochen und das zweite Mal nach 8 Monaten.

Amy war sehr unsicher als sie in die Schweiz kam und hatte Anzeichen eine «Angstbeisserin» zu werden.
Bei uns (Pflegestelle in Rüti ZH) hatte sie jedoch bis zur Vermittlung nie zugebissen.
Da sie noch sehr jung war, war ich überzeugt, dass man das mit Training, Hundeverstand, Liebe und Geduld hinbekommt. Aus diesem Grund haben wir für sie einen Platz gesucht bei ruhigen, hundeerfahrenen Menschen, die viel Zeit für sie haben. Beide Plätze haben das abgedeckt und doch hat sie nach kurzer Zeit angefangen zu beissen.
Beim zweiten Zuhause hat sie nicht nur beim Spaziergang in verschiedene Waden geschnappt, sondern auch, wenn Besuch kam. Die Halterin hatte alles versucht, mit Hilfe eines Trainers, medizinische Checkups, etc. und doch wurde es immer schlimmer.

So ist Amy schweren Herzens wieder zurückgekommen und hat auch nach kurzer Zeit meine beiden, bereits grösseren Kids in die Wanden gezwickt, ohne grossen Grund.
Das war eine schwierige Zeit, denn wohin mit ihr? Niemand möchte einen Angstbeisser.
Also ist sie nun wieder seit 3 Monaten bei uns. Da ich jedoch arbeite und nun auch noch eine Fuss-OP hatte bin ich stark auf fremde Hilfe angewiesen. So hilft meine ganze Familie so gut sie kann mit. Am Anfang dachte ich, dass das sicher nicht gut kommt, da Amy starke Sicherheit und Strukturen braucht, jedoch ist das Gegenteil passiert. Durch diese Abwechslung hat sie Vertrauen gefasst in fremde Menschen. So können mich Menschen besuchen, ohne dass sie zukneift und auch draussen ist sie viel sicherer geworden.
Zum Schutz von allen haben wir folgende Regeln, sie bleibt die meiste Zeit an der Leine. Wenn wir Hunde treffen oder auch sonst mal, um frei zu schnuppern, darf sie ohne Leine, aber mit Maulkorb frei laufen. Die Menschen nehmen das erstaunlicherweise sehr gut auf !
Mittlerweile, freut sie sich, wenn die Kids nach Hause kommen oder auch über sonstigen Besuch.
Ich sage dann immer, Achtung sie beisst und dann fängt sie schon voller Freude an den Besuch zu begrüssen. Was aber leider nicht bedeutet, dass man das von ihr von Anfang an erwarten darf in ihrem neuen Zuhause!
Ich denke, wenn man sie ignoriert entsteht kein Druck: Kein Druck – kein Schnappen.
Ansonsten finde ich, ist sie eine eher einfache Hündin.
Sie lebt bei mir mit drei Katzen (und hat Angst vor ihnen).
Bei grossen Hunden reagiert sie manchmal noch etwas merkwürdig, da sie auch hier unsicher ist, aber wenn sie merkt, dass sie nichts machen, spielt sie auch sehr gerne. Kleine Hunde mag sie sehr.
Sie fährt gerne Auto und auch zu Hause verhält sie sich absolut ruhig und macht nichts kaputt.
Ein weiterer Pluspunkt ist auch, dass Amy absolut nicht futterneidisch ist.
Sie hat einen recht guten Grundgehorsam und liebt spielerisch zu arbeiten.

Falls Sie sich für Amy interessieren, sollten Sie folgende Eigenschaften mitbringen:
– Keine kleinen Kinder
– Viel Zeit, einen ruhigen und souveränen Charakter
– Ländlich wohnen
– Bereits einen schwierigen Hund gehabt haben
– Nicht die Erwartung haben, dass sie beissfrei wird, sondern sie so führen, dass das gar nicht passieren kann
– Ihr die Sicherheit vermitteln ohne Druck aufzubauen
– Die InteressentInnen sollten gewillt sein, den Hund mehrmals zu besuchen, um das Vertrauen aufbauen zu können.

12. Dezember 2022 21:29

35 Tage, 17 Stunden

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