Hund abgeben: So findest du ein sicheres neues Zuhause

Du musst aus irgendeinem Grund deinen Hund abgeben? Dann solltest du darauf achten, dass er in liebevolle und zuverlässige Hände kommt. Das macht es euch beiden leichter. Das Tier lebt sich schneller in seinem neuen Zuhause ein und du kannst dir sicher sein, dass es ihm gut geht.

 

Hier kannst du deinen Vierbeiner guten Gewissens abgeben

Wenn deine Fellnase nicht bei dir bleiben kann, solltest du dir unbedingt Zeit nehmen, ein neues Zuhause für sie zu finden. Keinesfalls solltest du das Tier einfach auf der Strasse oder in freier Wildbahn aussetzen. Damit riskierst du, dass der Vierbeiner sich selbst oder sein Umfeld gefährdet, etwa wenn er vor ein Auto rennt. Zudem ist das Aussetzen strafbar und kann eine hohe Geldstrafe nach sich ziehen.

Idealerweise kannst du deinen Liebling bei Menschen unterbringen, die er bereits kennt. Das erleichtert ihm die Umstellung und du verlierst ihn nicht ganz aus den Augen. Andererseits kann das Wiedersehen sowohl für dich als auch für den Vierbeiner verwirrend und schmerzhaft sein. Deshalb sollte sich das Tier während der ersten Monate ungestört bei seiner neuen Familie einleben dürfen.

Eine weitere vertrauenswürdige Anlaufstelle ist das Tierheim. Hier musst du in aller Regel eine Abgabegebühr zahlen. Dafür kannst du dir sicher sein, dass deine Fellnase gut versorgt wird. Bist du nicht in der Lage, die Gebühr aufzubringen, findet sich meist dennoch eine Lösung. Hundehalter in Not und insbesondere deren Hunde werden von den Heimen normalerweise nicht abgewiesen.

Vielerorts bieten private Tierschutzorganisationen an, sich um abzugebende Hunde zu kümmern. Meist leben die Tiere in einer erfahrenen Pflegestelle, bis ein geeignetes Zuhause gefunden wird. Auch hier ist mit einer Abgabegebühr zu rechnen.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Anzeigen in Zeitungen oder im Internet zu schalten. Dafür eignen sich besonders seriöse Tiervermittlungsseiten wie petsearch.ch. Mache hierbei unbedingt Angaben zu Alter, Geschlecht, Rasse, Gewicht, Grösse, Fellart und -farbe, Impfungen, Krankheiten sowie zu persönlichen Vorlieben und Macken deines Hundes. Um unseriöse Hundehändler abzuhalten, ist es vor allem bei jüngeren Tieren üblich, eine Schutzgebühr zu verlangen.

Nimm dir in jedem Fall Zeit, um festzustellen, ob der potenzielle Abnehmer deinem Vierbeiner eine liebevolle und artgerechte neue Heimat bieten kann. Frage nach, ob du dir das neue Zuhause persönlich ansehen darfst, um dir ein besseres Bild machen zu können. Wenn ja, könntest du im Gegenzug auf die Schutzgebühr verzichten.

Diese organisatorischen Dinge sollst du bei der Abgabe beachten

Hast du ein geeignetes neues Zuhause für deinen treuen Begleiter gefunden, musst du einige organisatorische Massnahmen ergreifen. So solltest du daran denken, alle wichtigen Dokumente deines Tieres mit abzugeben. Hierzu zählen:

  • der Impfpass,
  • der Heimtierausweis oder Reisepass
  • der Kaufvertrag (sofern vorhanden).


Gib deinem Hund vertraute Gegenstände wie sein Kissen, sein Spielzeug und seine Leine mit. So hat er etwas, das er kennt und das ihm hilft, sich an seine neue Situation zu gewöhnen.

Lass dir schriftlich bestätigen, wo, wann und bei wem du deinen Hund abgegeben hast. Mit diesem Nachweis kannst du das Tier beim Steuer- und Stadtkassenamt deines Wohnortes abmelden, um keine Hundesteuer mehr zahlen zu müssen.

Hat deinen Hund einen Mikrochip, musst du ausserdem die Daten ändern lassen. Das funktioniert ganz einfach online. So wird automatisch das neue Herrchen oder Frauchen kontaktiert, falls die Fellnase weglaufen sollte.

Bedenke vorher genau, ob du wirklich deinen Hund abgeben musst oder ob es vielleicht eine andere Lösung gibt. Du könntest die Entscheidung sehr schnell bereuen, wenn sich dein Problem als kleiner herausstellt, als es zunächst erscheint.