Welpenerziehung – diese Dinge solltest du wissen

Eine verantwortungsvolle Welpenerziehung ist für das Zusammenleben von Hund und Mensch unerlässlich. Hier geben wir dir praktische Tipps dazu.

 

Wann sollte die Erziehung des Welpen beginnen?

Die Welpenerziehung fängt an, sobald das Fellknäuel bei dir eingezogen ist und mit tapsigen Schritten sein neues Reich erkundet. Schon vor dem Einzug solltest du dir überlegen, was dein Hund darf und was nicht und welche Bereiche des Hauses für ihn tabu sind.

Gerade in der Eingewöhnungsphase ist es wichtig, dir viel Zeit für den Aufbau einer guten Mensch-Hund-Beziehung zu nehmen, die eine unverzichtbare Voraussetzung für jede Welpenerziehung darstellt. Auch wenn die Bindungsarbeit zunächst klar im Vordergrund steht, kannst du schon langsam beginnen, deinen Welpen mit den bei dir geltenden Regeln vertraut zu machen und ihn entsprechend zu erziehen.

Wie funktioniert Welpenerziehung?

Zieht dein Welpe mit circa acht Wochen bei dir ein, befindet er sich gerade in der sogenannten Sozialisierungsphase. Während dieser ist er besonders neugierig und lernwillig. Diese Zeit solltest du nutzen, um den Vierbeiner möglichst viele Erfahrungen machen zu lassen. Am Anfang ist die Aufnahmefähigkeit des kleinen Wesens noch sehr gering. Deshalb ist es ratsam, die Lerneinheiten für Stubenreinheit, richtiges Benehmen gegenüber dir und anderen, Bisshemmung und das Alleinsein nur langsam zu steigern.

Um deinen Welpen erfolgreich zu erziehen, bedarf es einer klaren, konsequenten Linie und eindeutiger Signale. Ein Hund versteht nicht, warum er heute aufs Bett darf und morgen nicht. Besprich mit deinen Familienmitgliedern, was dem Tier erlaubt sein soll und was nicht. Diese Regeln müssen alle konsequent einhalten und dem Hundebaby beibringen. Auch Grundkommandos wie «Sitz», «Platz», «Nein» oder «Bei Fuss» kannst du bereits in diesem Alter mit ihm trainieren.

Was für zu Hause gilt, sollte auch für unterwegs gelten. Nimm deinen Welpen mit nach draussen und lass ihn die Welt erkunden. Überlege dir, womit er während seines Lebens konfrontiert sein wird, und gib ihm die Gelegenheit, erste Erfahrungen damit zu sammeln. Mache ihn vertraut mit verschiedenen Menschen, Orten und Situationen. In diesem Alter ist die Fellnase noch unbefangen und wird neugierig auf alles zugehen.

Zeige deinem Welpen mit eindeutigen, ruhigen Kommandos, welches Benehmen du von ihm erwartest. Bleibe konsequent, wenn es nicht gleich klappt, und lobe ausgiebig, wenn er sich richtig verhält. So wird dein befellter Freund über kurz oder lang lernen, in unterschiedlichsten Situationen souverän zu reagieren.

Welche Fehler sollte ich bei der Welpenerziehung unbedingt vermeiden?

Der grösste Fehler besteht darin, zu spät mit der Erziehung zu beginnen. Lässt du deinem vierbeinigen Jungspund alles durchgehen, weil er dich so niedlich mit seinen treuen Augen anguckt, wird es schwer, im Nachhinein feste Regeln zu etablieren.

Ein weiterer Fehler besteht im Aussenden falscher Signale, die den jungen Hund irritieren. Das können sein:

  • eine als Bedrohung wahrgenommene Körperhaltung
  • eine nicht zum Befehl passende Körpersprache
  • das zu häufige Wiederholen eines Kommandos 
  • ein ungünstiges Timing beim Belohnen

Darüber hinaus kann ein fehlender Kontakt zu anderen Hunden zu späteren Problemen führen. Deine Fellnase braucht das Spiel und den Austausch mit Artgenossen, um sich selbst auszutesten und seine Grenzen zu erfahren.

Widerstehe der Versuchung, das kleine Fellbündel überzubehüten. Bis zu einem gewissen Grad sollte dein Welpe hin und wieder unangenehme Situationen allein bewältigen dürfen – mir dir als Sicherheitsleine im Hintergrund.

10. Dezember 2020 11:03