Welches Haustier passt zu mir?

Nicht jedes Haustier eignet sich für jeden. Wir helfen dir, den passenden Mitbewohner für deine Lebensumstände zu finden.

 

Wie finde ich das richtige Haustier?

Sich einen geflügelten oder vierbeinigen Gefährten ins Haus zu holen, bedeutet eine grosse Verantwortung – und das in aller Regel über viele Jahre hinweg. Deshalb solltest du dir vorab überlegen, ob du den Bedürfnissen deines zukünftigen Mitbewohners gerecht werden kannst. Hierbei können die Antworten auf folgende Fragen helfen:

  • Wie oft und wie lange muss mein Haustier allein bleiben können?
  • Möchte ich mich ausgiebig mit meinem Mitbewohner beschäftigen oder ist mir ein zurückgezogener Gefährte lieber?
  • Mag ich es, spazieren zu gehen, und verbringe ich gern Zeit in der Natur?
  • Bin ich sehr ordnungsliebend oder darf ab und an mal etwas Chaos herrschen?
  • Wer kümmert sich um mein Haustier, wenn ich mal nicht kann?

 

Der Hund – treuer Freund mit grossen Ansprüchen

Wenn du dich für einen Hund als neuen Hausgenossen entscheidest, solltest du vor allem eines haben: Zeit. Hunde brauchen Ansprache und Bewegung. Viele bleiben sehr ungern allein. Als Nebenbei-Haustier eignen sich die Vierbeiner definitiv nicht.

Einen Hund musst du mehrmals täglich ausführen und ihm neben der körperlichen auch geistige Auslastung bieten. Zudem braucht das Tier Kontakt zu Artgenossen. Sind schon die planbaren Ausgaben für Futter, Hundesteuer und Versicherungen relativ hoch, können die Tierarztkosten bei schweren Verletzungen oder Krankheiten in die Tausende gehen.

Einen Hund allein in der Hundehütte schlafen zu lassen, ist keine gute Idee. Schliesslich handelt es sich bei den Fellnasen um Rudeltiere. Sie suchen engen Anschluss an ihre Familie und möchten auch die Nächte in ihrer Nähe verbringen. Ins Bett musst du den Vierbeiner nicht lassen. Ein Plätzchen im Schlafzimmer oder wenigstens davor sollte er jedoch bekommen.

Die Katze – eigensinnige Mitbewohnerin mit Charme und Charisma

Da Katzen sich gern mit sich selbst beschäftigen, brauchen sie in aller Regel weniger Aufmerksamkeit als Hunde. Die charmanten Samtpfoten können oft problemlos mehrere Stunden des Tages verschlafen und daher gut allein bleiben, wenn du zur Arbeit gehst. Wann sie gestreichelt oder beschäftigt werden wollen, bestimmen die kleinen Sturköpfe selbst.

Stubentiger eignen sich sehr gut für Haushalte mit Kindern. Wird ihnen die Kinderliebe zu viel, ziehen sie sich an ein ruhiges Plätzchen zurück und lassen sich erst wieder blicken, wenn sie neue Streichel- oder Spieleinheiten brauchen.

Neben der Katzentoilette und einem Schlafkörbchen oder Schlafkissen benötigen Katzen Spielzeug, Futter mit hohem Fleischanteil und Wasser zur freien Verfügung. Auch einen Kratzbaum sollte vorhanden sein, da das Büsi seine Krallen sonst an deinen Möbeln wetzt.

Kaninchen, Meerschweinchen und Co. – weniger kuschelig als allgemein vermutet

Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sind vor allem bei Kindern beliebt. Allerdings handelt es sich durchweg um Fluchttiere, die sich gar nicht so gern anfassen lassen.

Während Langohren und Meeries zwingend mit Artgenossen gehalten werden sollten, sind Hamster absolute Einzelgänger, die einen Käfig für sich allein brauchen. Beschäftigst du dich viel mit den Kaninchen oder Meerschweinchen, bauen sie eine soziale Bindung zu dir auf, die jedoch den Kontakt zu Artgenossen nicht ersetzen kann. Hamster können durchaus zahm werden und dich als positiv wahrnehmen. Eine soziale Bindung zu dir solltest du bei diesen Tieren allerdings nicht erwarten.

Da sie nicht ständig Aufmerksamkeit brauchen, eignen sich Kleintiere auch für Berufstätige. Anspruchslos sind sie jedoch nicht. Mindestens einmal pro Woche musst du den Käfig reinigen. Zudem sollte regelmässig Auslauf auf dem Tagesprogramm stehen.