So hältst du deinen Hamster richtig

Du findest Hamster total niedlich und möchtest dir einen als Haustier zulegen? Dann solltest du wissen, was es bei der Hamsterhaltung zu beachten gibt. Zum einen handelt es sich bei den possierlichen Tierchen um echte Nachtschwärmer, die sich tagsüber äußerst selten blicken lassen. Zum anderen eignen sich nicht alle Hamsterarten gleichermaßen für Anfänger.

 

Welcher Hamster ist der richtige?

Ideal für Hamsterneulinge ist der eher ruhige und gemütliche Goldhamster. Er stellt die geringsten Ansprüche bezüglich Umgebung und Ernährung und wird schnell zahm. Der Teddyhamster eignet sich ebenfalls recht gut für Einsteiger. Allerdings musst du bei dieser Art unbedingt auf die Fellpflege achten.

Etwas höhere Ansprüche stellen Zwerghamster wie der überaus flinke Campbell Zwerghamster oder der Dsungarische Zwerghamster. Diese Arten fühlen sich am wohlsten bei jemanden, der sich mit der Hamsterhaltung auskennt. Gleiches gilt für den Roborowski Zwerghamster, der ganz besondere Anforderungen an die Haltung und das Futter stellt.

Wann gilt ein Hamsterkäfig als artgerecht?

Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt für das Hamsterheim eine Mindestgrundfläche von einem Quadratmeter und eine Höhe von mindestens 70 cm. Damit der Hamster nach Herzenslust buddeln kann, sind Gehege ideal, die 30 cm hohe Einstreu aufnehmen können. Um dem Tierchen mehr Platz zu verschaffen, kannst du verschiedene Ebenen in den Hamsterkäfig einziehen. Als Ausgleich für eine zu kleine Bodenfläche gelten diese allerdings nicht.

Möchtest du einen Gitterkäfig nutzen, solltest du unbedingt darauf achten, dass dein Hamster nicht durch die Gitterstäbe entwischen kann. Für Goldhamster und andere Arten mittlerer Größe gilt ein maximaler Gitterabstand von 8 bis 10 mm, bei Zwerghamstern dürfen es höchstens 5 bis 6 mm sein.

Welche Einrichtung gehört in das Hamsterheim?

Damit dein Hamster sich in seinem Zuhause wohl fühlt, benötigt er mindestens folgende Einrichtungsgegenstände:

  • Häuschen
  • Trinkflasche oder Wassernapf
  • Futterschale
  • Sandbad
  • Laufrad mit mindestens 25 bis 30 cm Durchmesser.

Diese Dinge sollten nicht aus Kunststoff bestehen. Hamster nagen für ihr Leben gern und könnten sich an den Plastiksplittern verletzen.

Artgerechte Spiel- und Versteckmöglichkeiten sorgen dafür, dass sich das Tierchen nicht langweilt. Tonröhren, Rindenstücke und Weidenbrücken nutzen die drolligen Nager gern als Tunnel, während Äste, Grasnester, Holzleitern und Ziegelsteine ihnen tolle Klettermöglichkeiten bieten.

Wie sieht eine artgerechte Ernährung aus?

Um Krankheiten zu vermeiden, benötigt dein Hamster eine abwechslungsreiche gesunde Ernährung. Als Hauptfutter empfiehlt sich eine hamstergerechte Körnermischung aus dem Zoofachhandel.

Möchtest du Trockenfutter selber mischen, benötigst du folgende Zutaten:

  • Haferflocken
  • Maiskörner
  • Buchweizen
  • Kolbenhirse
  • etwas Knäckebrot

Um das Ganze ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten, kannst du wahlweise ein paar Erdnüsse, Pinienkerne, Rispenhirse, Weizenkörner oder Sonnenblumenkerne hinzufügen.

Zusätzlich zum Hauptfutter benötigt dein putziger Hausgenosse täglich verschiedenes Frischfutter, vor allem Gemüse und Grünfutter wie Löwenzahn oder Spitzwegerich. Hin und wieder kannst du in kleinen Mengen auch Apfelstücke, Himbeeren oder Erdbeeren verfüttern.

Als tierisches Eiweiß eignen sich entsprechende Fertigmischungen, Mehlwürmer, Hundekuchen, Katzentrockenfutter oder ein Stück gekochtes Ei.

Wie wird der Hamster zahm?

Nicht alle Hamsterarten werden handzahm. Die größten Chancen hast du mit einem Gold- oder Teddyhamster. Aber auch bei diesen Rassen gibt es Tierchen, die sich nicht zähmen lassen. Grundsätzlich gilt, das Ganze in Ruhe anzugehen und nichts zu überstürzen.

Am leichtesten gewinnst du das Zutrauen des quirligen Gesellen über das Futter. Gib ihm zunächst ein paar kleine Leckerbissen durch die Gitterstäbe und gewöhne ihn dabei an den Geruch deiner Hand. Kommt er ans Gitter geflitzt, wenn du ihn rufst, lege vorsichtig deine Hand mit dem Futter auf den Käfigboden. Sobald er ohne Angst darauf sitzen bleibt, kannst du versuchen, ihn mit den Fingern zu streicheln. Von da an ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis er sich von dir hochheben lässt.