Katze chippen lassen – Nutzen, Ablauf, Nebenwirkungen

Katze chippen lassen – warum es sinnvoll ist

Ein Mikrochip für Katzen erleichtert die eindeutige Identifikation – besonders, wenn die Katze entläuft oder verletzt aufgefunden wird. Bei Auslandsreisen ist ein Mikrochip sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Das Chippen der Katze ist eine einfache, schnelle Massnahme, die grossen Nutzen bringt: Mit einem Katzechip lässt sich zweifelsfrei feststellen, wer die Halterin oder der Halter ist. Das hilft Tierärzten, Tierheimen und Behörden, die Katze rasch zuzuordnen. Besonders bei Freigängern kann dies entscheidend sein – aber auch Wohnungskatzen profitieren, sollte ihnen einmal die Flucht gelingen.

Welche Gründe sprechen für das Chippen einer Katze?

Freigänger streifen oft weit durch Quartiere oder ländliche Gebiete. Dabei kann es vorkommen, dass sie nicht mehr zurückfinden, versehentlich eingesperrt werden oder einen Unfall erleiden. Wird ein gechipptes Tier gefunden, lässt sich über den Katzechip rasch die Halterin oder der Halter ermitteln – vorausgesetzt, der Chip wurde korrekt registriert.

Auch optisch ähnliche Katzen, etwa schwarze oder getigerte, lassen sich durch einen Mikrochip für Katzen eindeutig unterscheiden. Der Chip schützt zudem vor unrechtmässiger Aneignung: Sollte jemand das Tier behalten wollen, beweist der Chip bei Katzen zweifelsfrei die Besitzverhältnisse.

Katze chippen lassen: auch für Wohnungskatzen sinnvoll?

Obwohl reine Wohnungskatzen selten alleine unterwegs sind, ist das Risiko einer Flucht nie ganz auszuschliessen. Ein gechipptes Tier kann im Ernstfall leichter zurückgeführt werden. Zusätzlich erlaubt der Katzenchip die Nutzung von chipgesteuerten Katzenklappen, die nur der eigenen Katze den Zugang ermöglichen.

Ablauf der Injektion des Mikrochips

Der Eingriff erfolgt durch eine einfache Injektion des Mikrochips beim Tierarzt. Eine Narkose ist nicht notwendig. Der Chip, etwa so gross wie ein Reiskorn, wird üblicherweise im linken Nackenbereich platziert. Dort verwächst er im Gewebe und beeinträchtigt die Katze nicht – ähnlich wie bei einer Impfung.

Einmal eingesetzt, enthält der Microchip eine individuelle, 15-stellige Nummer. Diese ist weltweit einzigartig. Der Chip wird erst durch ein spezielles Lesegerät aktiviert. Die Auslesung des Chips erfolgt in Tierarztpraxen, Tierheimen oder bei der Polizei. Die persönlichen Daten der Halterin oder des Halters sind nicht auf dem Chip selbst gespeichert, sondern bei der Registrierung bei einer Heimtierdatenbank hinterlegt.

Katze chippen: Kosten in der Schweiz

Die Kosten, um eine Katze chippen zu lassen, liegen in der Schweiz je nach Tierarzt und Chipmodell bei 50 bis 100 CHF. Die Preisspanne ergibt sich durch Unterschiede beim Chiptyp, der Datenbank zur Registrierung und ob ein zusätzlicher Heimtierausweis ausgestellt wird.

💡 Tipp: Achten Sie darauf, dass der Katzenchip nicht nur gesetzt, sondern auch korrekt registriert wird. Nur so kann der Mikrochip im Notfall helfen.

Nebenwirkungen des Mikrochips bei Katzen

Das Chippen der Katze ist grundsätzlich risikoarm. Gelegentlich kann es direkt nach der Injektion zu leichten Nebenwirkungen kommen, darunter:

  • kurzzeitige Schwellungen
  • Juckreiz
  • Entzündungen oder
  • in sehr seltenen Fällen Abszesse

Die Sorge, dass ein Katzechip gefährlich oder „verstrahlend“ sei, ist unbegründet. Der Microchip sendet nur dann ein Signal, wenn er durch ein Lesegerät aktiviert wird. Wissenschaftlich ist ein Zusammenhang zwischen Mikrochips und Krebs bisher nicht nachgewiesen.

Fazit: Katze chippen – eine kleine Massnahme mit grossem Nutzen

Ob als Schutz vor Verlust, zur Vorbereitung auf Reisen oder für den Zugang durch eine chipgesteuerte Katzenklappe – das Chippen der Katze bietet viele Vorteile. Die Kosten für das Chippen sind vergleichsweise gering und die Risiken minimal. Wer seine Katze chippen lässt, trägt aktiv zu ihrer Sicherheit bei.

 

Häufig gestellte Fragen zum Thema Katze chippen

Muss ich meine Katze chippen lassen?

In der Schweiz besteht keine Pflicht, die eigene Katze chippen zu lassen. Dennoch wird das Chippen bei Katzen dringend empfohlen – vor allem bei Freigängern. So kann eine verlorene Katze sicher und schnell zur Halterin oder zum Halter zurückgebracht werden.

Ist es sinnvoll, Katzen zu chippen?

Ja, das Chippen von Katzen ist sehr sinnvoll. Der Mikrochip ermöglicht eine eindeutige Identifikation, falls das Tier entläuft oder verletzt aufgefunden wird. Besonders bei Freigängern kann der Chip entscheidend sein, um das Tier rasch zur Halterin oder zum Halter zurückzubringen. Auch Wohnungskatzen profitieren im Notfall vom Chip.

Was kostet es, eine Katze zu chippen?

Die Kosten für das Chippen einer Katze liegen in der Schweiz zwischen 50 und 100 CHF. Der Preis hängt vom Tierarzt, dem verwendeten Chipmodell und der gewählten Datenbank für die Registrierung ab.

Ab wann kann ich meine Katze chippen lassen?

Ein Mikrochip kann bereits ab dem Babyalter gesetzt werden – meist zusammen mit der ersten Impfung. Spätestens vor dem ersten Freigang oder bei geplanter Ausreise ins Ausland sollte der Chip gesetzt werden.

Kann ich meine Katze orten, wenn sie gechipt ist?

Nein, ein Mikrochip ermöglicht keine Ortung in Echtzeit. Er enthält lediglich eine ID-Nummer zur Identifikation. Um eine Katze zu orten, ist ein separater GPS-Tracker notwendig, der aktiv Signale sendet.

Gibt es Alternativen zum Chippen?

Alternativen wie Tätowieren oder GPS-Tracker existieren, bieten jedoch keinen gleichwertigen Ersatz. Tätowierungen sind weniger langlebig und schwerer lesbar, GPS-Tracker können verloren gehen und benötigen Stromversorgung.

Kann eine Katze den Chip verlieren?

Es ist äusserst selten, aber theoretisch möglich, dass ein Chip verrutscht oder nicht mehr lesbar ist. In der Regel bleibt der Chip jedoch lebenslang im Gewebe und funktioniert zuverlässig.

Wo wird der Mikrochip bei der Katze eingesetzt?

Der Chip wird mit einer Spritze im linken Nackenbereich unter die Haut injiziert. Der Eingriff dauert nur wenige Sekunden und erfordert keine Narkose.

Wie funktioniert das Auslesen des Chips bei Katzen?

Ein spezielles Lesegerät aktiviert den Chip mittels Radiowellen. Die gespeicherte ID-Nummer erscheint auf dem Display. Die persönlichen Daten sind in einer Haustierdatenbank hinterlegt, nicht auf dem Chip selbst.

Möchten Sie wissen, ob Ihre Katze bereits gechippt ist?

Lassen Sie den Chip beim nächsten Besuch beim Tierarzt auslesen – sicher ist sicher.

6. August 2020 16:59