Katzen beschäftigen – so vertreibst du die Langeweile

Katzen brauchen Beschäftigung. Vor allem bei Wohnungskatzen musst du für ausreichend Abwechslung sorgen. Nützliche Tipps dazu findest du hier.

Katzen verbringen viel Zeit mit der Körperpflege und schlafen bis zu 16 Stunden pro Tag. Sind sie jedoch wach, entpuppen sie sich als wahre Energiebündel. Während Freigänger ihren Bewegungsdrang bei der Jagd nach Nagern oder Vögeln ausleben, haben Wohnungskatzen deutlich weniger Möglichkeiten, sich auszupowern. Ohne adäquaten Ersatz können die Samtpfoten Frustration, Stress und sogar Depressionen entwickeln.

Gemeinsames Spielen fördert die Bindung von Katze und Mensch

Dein Büsi mit persönlicher Zuwendung und geeignetem Spielzeug zu beschäftigen, ist ebenso wichtig wie frisches Trinkwasser, vernünftiges Futter und eine saubere Katzentoilette. Das tägliche Spielen hält deinen Stubentiger fit und beweglich und hilft ihm, Selbstvertrauen zu gewinnen und Aggressionen abzubauen. Ist die Katze erst kürzlich zu dir gekommen, kannst du beim gemeinsamen Zeitvertreib ihre Charakterzüge und Vorlieben kennenlernen. Die Mieze erfährt im Gegenzug, dass ihr «Dosenöffner» zu mehr taugt, als ihr regelmässig das Futter hinzustellen. Das stärkt die Bindung zwischen euch beiden.

Welche Beschäftigungsmöglichkeiten bieten sich für Katzen an?

Katzenspielzeug muss nicht teuer sein. Genaugenommen musst du dafür nicht mal einkaufen gehen. Aus unerklärlichen Gründen lieben die Stubentiger alte Kartons und ausgediente Papiertüten zehnmal mehr als Rascheltunnel aus dem Zoohandel. Legst du die Tüten und Kartons einfach auf den Boden, wird es nicht lange dauern, bis deine Mieze sie ausgiebig erkundet. Forcieren kannst du das Ganze, wenn du darin ein paar Leckerchen versteckst. Achtung: Schneide die Henkel der Tüten vorher ab, damit sich das Tier nicht verheddert.

Katzenangeln erfreuen sich bei den Vierbeinern ebenfalls grosser Beliebtheit. Diese kannst du ganz einfach selbst herstellen. Du benötigst lediglich einen Holzstab (ein heruntergefallener Ast tuts auch), Wollreste und, optional, ein Spielobjekt wie eine Feder, einen Korken oder eine Bommel. Und so gehst du vor:

  1. Kürze den Holzstab auf die gewünschte Länge.
  2. Bohre ein Loch ins obere Ende. Durch dieses ziehst du die Wolle und bindest sie fest.
  3. Für mehr Festigkeit kannst du mehrere Wollfäden miteinander verflechten. Durch Verwendung unterschiedlicher Farben wird die Angel schön bunt. Da Katzen Rot und Gelb als Grautöne wahrnehmen, empfehlen sich vor allem Grün- und Blautöne.
  4. Knote optional ein Spielobjekt an.

Eine weitere tolle Beschäftigungsmöglichkeit ist eine Leckerlirolle. Hierfür brauchst du eine leere Klopapierrolle und ein paar Brocken Trockenfutter. Falte das eine Ende der Rolle so zusammen, dass es verschlossen ist. Fülle dann auf der anderen Seite das Futter ein und verschliesse dieses Ende ebenfalls. Nun kann sich dein Büsi daran versuchen. Lässt das Interesse zu wünschen übrig, schneide ein paar kleine Löcher in die Seiten der Rolle, damit sich der Geruch des Inhalts besser entfaltet.

Woran erkenne ich gutes Katzenspielzeug?

Möchtest du Spielzeug für deine Samtpfote im Zoofachhandel kaufen, solltest du einige Dinge beachten. Vergewissere dich, dass das Katzenspielzeug keine scharfen Ecken oder Kanten hat, an denen sich die Mieze schneiden könnte. Herausragende Drähte und ähnlich spitze Objekte bergen ebenfalls eine hohe Verletzungsgefahr. Darüber hinaus sind beim Spielzeugkauf folgende Dinge wichtig:

  • Wähle nur Spielzeug, das allen gesetzlichen Sicherheitsanforderungen entspricht
  • Achte darauf, dass Kunststoffspielzeug keine Weichmacher beinhaltet
  • Giftstoffe, die häufig in Klebstoffen und Farben enthalten sind, haben in Tierspielzeug ebenso wenig zu suchen wie Lösungsmittel
  • Überprüfe vor dem Kauf eines Spielzeugs, ob alle Einzelbestandteile ausreichend fest angebracht sind

Die schnurrenden Fellnasen besitzen einen angeborenen Jagdtrieb. Ein gutes Katzenspielzeug sollte deshalb die Beute imitieren. Alles, was sich bewegt und/oder Geräusche macht, erregt die Aufmerksamkeit deines Büsis. „Tote“ Beute ist uninteressant. Zu den Lieblingsspielzeugen der meisten Stubentiger gehören Bälle, kleine Mäuse, Angeln und mit Katzenminze gefüllte Kissen. Eine weitere gute Beschäftigungsmöglichkeit für Katzen ist das Clickertraining, das sie sowohl geistig als auch körperlich auslastet.

1. Oktober 2020 13:24