Tierinserate im Internet – das solltest du darüber wissen

Beim Tierhandel mit Tierinseraten im Internet geht es oft dubios zu. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du dich an eine seriöse Tiervermittlungsseite wendest.

 

Wo liegen die Probleme beim Tierhandel im Internet?

Wenn du ein Tier im Internet kaufen möchtest, brauchst du nicht lange zu suchen. Auf unterschiedlichsten Plattformen weltweit werden Tausende von Haustieren angeboten, die du einfach auf Knopfdruck erwerben kannst. Die Webseiten profitieren von einer hohen Klickrate und den damit verbundenen Werbeeinnahmen. Das Tierwohl bleibt dabei oftmals auf der Strecke. Zugleich ergeben sich diverse Risiken für potenzielle Käufer.

Problematisch ist vor allem der illegale Welpenhandel. Die kleinen Fellnasen werden in Ländern wie Tschechien, Polen oder Ungarn unter schlechten Bedingungen gezüchtet und illegal in die Schweiz eingeführt. Viele leiden an schweren Viruserkrankungen wie Parvovirose oder Staupe, die sie trotz aller Bemühungen und hoher Tierarztkosten oftmals nicht überleben. Zudem können die zu frühe Trennung von ihren Müttern und untragbare Transportbedingungen zu emotionalen Traumen führen.

Keinesfalls solltest du dich von niedlichen Fotos auf unseriösen Seiten zu einem voreiligen Kauf hinreissen lassen. Die Bilder sagen nichts über den Gesundheitszustand oder die Herkunft der Tiere aus und sind oft geschönt, um Interessenten anzulocken.

Worin unterscheiden sich seriöse und unseriöse Angebote?

Die Weiten und die Anonymität des Internets machen es dubiosen Anbietern leicht. Das heisst aber nicht, dass es sich bei jedem Online-Inserat automatisch um Betrug handelt. Letztlich nutzen auch Tierheime, Tierschutzeinrichtungen, Auffangstationen, autorisierte Züchter und seriöse Tiervermittler wie petsearch.ch die Datenautobahn. Meist reicht es schon, etwas genauer hinzuschauen und die Angebote zu prüfen, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Achte darauf, ob die Angaben in der Anzeige schlüssig sind. Vorsicht ist beispielsweise geboten, wenn die genannte Festnetznummer nicht zum Verkaufsstandort passt. Das gilt vor allem, wenn eine Stadt in der Schweiz als Artikelstandort angegeben ist, die Telefonnummer aber ins Ausland führt. Je mehr Kontaktdaten (Name, Anschrift, Festnetznummer, Handynummer, Webseite) der Verkäufer von sich bekannt gibt, umso wahrscheinlicher handelt es sich um ein seriöses Angebot. Ist lediglich eine E-Mail-Adresse vorhanden, solltest du vorsichtshalber die Finger davon lassen.

Der Standort liegt (angeblich) im deutschsprachigen Raum, der Text enthält jedoch auffällig viele grobe Grammatikfehler? Auch das kann auf Betrug hinweisen. Unseriöse Händler lassen ihre Anzeigentexte meist von Google übersetzen, was dann zu sprachlichen Auswüchsen wie «die besten Welpen ich auf meine Augen gesetzt habe» oder «Welpen bereit für die Annahme» führt.

Auch der Preis kann einen Hinweis auf Betrug liefern. Hinter zu verschenkenden oder zu Schnäppchenpreisen angebotenen Tieren steckt häufig der Versuch, Geld ohne Gegenleistung von leichtgläubigen Tierliebhabern zu ergaunern. Eingetragene Züchter können dir einen Rassewelpen mit Ahnentafel nicht für 200 CHF verkaufen. Schliesslich müssen sie vom Verkaufspreis ihre eigenen, nicht gerade geringen Kosten decken. Auch seriöse Privatzüchter, die Rassehunde ohne Papiere anbieten, können den Preis nicht so niedrig ansetzen. Bei Dumpingangeboten gilt deshalb ebenfalls: Finger weg!

Indem du folgende Tipps beherzigst, kannst du das Betrugsrisiko minimieren:

  • Zahle niemals per Vorkasse
  • Lass dir Zeit und vermeide Spontankäufe
  • Kaufe kein Tier aus Mitleid. Damit würdest du nur die unseriösen Händler unterstützen
  • Hole das Tier beim Verkäufer ab. Das gibt dir die Möglichkeit, die Haltungsbedingungen zu überprüfen
  • Achte auf korrekte und vollständige Dokumente
  • Bestehe auf einem Kaufvertrag

Eine gute Anlaufstelle für den Tierkauf und -verkauf im Internet sind seriöse Tiervermittlungsseiten wie petsearch.ch. Diese lassen nur Anzeigen von Anbietern zu, die ihren vollständigen Namen mit Adresse sowie das Zucht- bzw. Herkunftsland des Tieres angeben. Auf diese Weise schieben sie dem «verschachern» von Tieren einen Riegel vor und helfen, das Tierleid zu verringern.

8. Juni 2021 14:05